Grundausstattung:

Für einen Hobbyelektroniker ist eine recht umfangreiche Ausstattung unumgänglich.
Da wäre als erstes, ein Messgerät für Spannung, Strom und Widerstand und als zweites, ein vernünftiger Werkzeugsatz. Bei meinen Arbeiten ist mir schnell aufgefallen, dass billiges Werkzeug nicht nur schnell kaputt geht, sondern auch sehr billig aussehende Resultate liefert. Eine Schrottsäge kann nicht sauber sägen und man muss alle Kanten intensiv nachfeilen. Mit einem schlechten Lötkolben braucht man sich später nicht wundern, wenn das Gerät entweder schnell den Geist aufgibt, oder gar nicht funktioniert.

Ebenfalls sehr wichtig ist ein Sortiment an gängigen Bauteilen, wie Transistoren, Widerstände, Kondensatoren und unter Umständen auch diverse Schaltkreise. Um nicht für jeden Testaufbau den Lötkolben auspacken zu müssen, ist ein Steckboard (oder auch Breadboard genannt) sehr zu empfehlen. Damit man auch tatsächlich testen kann, braucht man natürlich eine Spannungsquelle. Für mobile Einsätze eignen sich Batterien sehr gut, wenn sie entsprechend gut "verpackt" sind und sich leicht anschließen lassen. Der Einsatz eines passenden Netzteils ist jedoch vorzuziehen, obwohl sich nicht jedes Netzteil für alle Vorhaben eignet. Für NF-Anwendungen im Audiobereich sind Schaltnetzteile, oder schlecht gesiebte Steckernetzteile durch ihre sehr hohe Restwelligkeit absolut ungeeignet. Andererseits ist für eine kleine Relaisschaltung mit Glühlämpchen kein stabilisiertes Netzteil erforderlich, auch wenn man es für solche Zwecke verwenden kann. Es macht also Sinn, sich nicht absolut festzulegen und die eine oder andere Alternative in der Rückhand zu haben.

Zur Prüfung von Kontaktbelegungen von Schaltern und Relais, sowie als Durchgangsprüfer für vieladrige Kabel und Leitungen, hat sich bei mir eine Flachbatterie mit Glühlämpchen bestens bewährt, weil man dann nicht nach dem Messgerät schauen muss. Eine Klingel, oder Hupe als "Anzeige" für den Durchgang ist für Mitbewohner und die eigenen Nerven eher weniger geeignet, aber gelegentlich praktischer, als eine optische Anzeige.

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